Ein Tierschutzhund? Ja!   22.02.2015


Aus der Tötung auf das Treppchen

Liebe Tierfreunde,
heute möchten wir eine kleine Geschichte erzählen, die uns stolz und glücklich macht. Sie handelt von zwei Hundemädchen, deren Leben einen denkbar schlechten Start hatte: Feliza, die braune Langhaar-Schönheit mit dem sanften Wesen und Nelly, der schwarz-braune Jagdhund-Mix mit der ausgeprägten Nase. Beide sind schon in ganz jungem Alter im Tierheim bzw. in einer Tötungsstation gelandet, obwohl sie kerngesund waren und nichts falsch gemacht haben. Das Schicksal schien es nicht gut mit ihnen zu meinen, doch dann haben beide Glück gehabt und sind von ihren Frauchen entdeckt und adoptiert worden. Nachdem sie sich in ihrem neuen Zuhause eingelebt hatten, entdeckten beide Hundemädels ihre Leidenschaft für den Agility-Sport. Bei Feliza war das naheliegend, ist doch ihr Frauchen Conny ausgebildete Agility-Trainerin. Bei Nelly war der Weg zu dieser Freizeitbeschäftigung eher Zufall und ihrem ausgeprägten Bewegungsdrang geschuldet, der befriedigt werden wollte. So kreuzten sich die Wege der beiden ehemaligen Heiminsassinnen erstmals letztes Jahr beim Agility-Training in Connys Halle. Die Mädels waren sich nicht nur auf Anhieb gegenseitig sympathisch, sondern auch mit Begeisterung bei der Sache und hatten offensichtlich großen Spaß daran, auf Frauchens Zeichen über die Hürden zu fliegen, durch Tunnel zu flitzen oder über die steile A-Wand zu kraxeln.

Da sich die Fellnasen so gut angestellt haben, durften sie nach nicht einmal einem Jahr Training schon an ihrem ersten Turnier teilnehmen, am 6. Januar war der große Tag. Die Frauchen waren etwas nervös und unsicher, wie die Hunde sich in der fremden Halle mit der ungewohnten Geräuschkulisse, den vielen neuen Eindrücken und einer Menge unbekannter Vier- und Zweibeiner verhalten würden. Aber die Sorgen waren unbegründet – beide „Newcomer“ haben ihre Frauchen nicht enttäuscht und sich voll auf ihre Aufgabe im Parcours konzentriert. Am Ende konnten sich die beiden Mischlings-Damen sogar vor den meisten der üblichen „Agility-verdächtigen“ Rassevertreter platzieren und zusammen drei Pokale für zwei dritte Plätze und einen ersten Platz mit nach Hause nehmen! Da sie sich aus Pokalen nicht viel machen, wurden sie am Ende des langen und aufregenden Tages von ihren stolzen Frauchen natürlich fürstlich mit Leckerlies und Streicheleinheiten belohnt, bevor alle müde und zufrieden in ihre Bettchen gefallen sind.

Vor eineinhalb Jahren noch in der Tötungsstation, jetzt auf dem Siegerpodest - wir finden, dass diese Geschichte mit Happy End ein tolles Beispiel dafür ist, was mit Tierschutz-Hunden so alles möglich! ist!